Hoodütjwool eeben maage
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Spriakwiis: Sölring
Skriiwer: Jap Peter Hansen
Tiitel: Nahrung für Leselust in Nordfriesischer Sprache
Onertiitel: -
Ütj: www.archive.org
Ütjden faan: -
Aplaag: 3.
Maaget (juar): 1896
Ütjkimen (juar): 1896
Ferlach: Fr. Roßberg
Drükt bi: -
Ütjkimen uun: Westerland-Sylt
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Hoodsidj faan't Bibleteek
Index-sidj


[I]


Nahrung für Leselust

in Nordfriesischer Sprache.
––––
I. Der Geizhals
oder
der Silter Petritag.
Dritte Ausgabe.
II. Der glückliche Steuermann.
Ein Enkel des Geizhalses.
Zweite Ausgabe.
III. Lieder,
und andere Kleinigkeiten,
zur schuldlosen Unterhaltung.
Dritte Ausgabe,
von
J. P. Hansen
vormals Seefahrer, später Küster u. Dannebrogsmann
in Keitum auf Silt.
––––
Westerland-Sylt.
Druck von Fr. Roßberg.

1896.

[II]






Uk üt Tistler weet di Emmen
Hönning tö haalin.

[III]






[Skelt]


J. P. Hansen.

[IV]

[V]


Vorwort zur III. Auflage:
––––

Von dem Gedanken beseelt, der Friesischen,
namentlich der Sylter-Friesischen Sprache einen
Dienst zu erweisen, aber auch um das Werk eines
Sylters und den nationalen Festtag der Sylter,
den Petritag, nicht in Vergessenheit gerathen zu
lassen, haben wir uns, unterstützt von der Sylter
Einwohnerschaft, entschlossen, eine neue dritte Auf-
lage des vorliegenden Werkes herauszugeben.

  Dasselbe entspricht in seiner inneren Form nach
Inhalt genau der zweiten, 1833 in Sonderburg
gedruckten Auflage, nur haben wir neu hinzugefügt
das Bildnis des Verfassers, J. P. Hansen, sowie
dasjenige der Aufführenden des „Di Gidtshals, of
di Söl’ring Pid’ersdei“ in diesem Jahre und eine
Scene aus dem IV. Aufzug. Außerdem haben wir
die am Ende jeden Theiles angemerkten Fehler im
Text berichtigt.

[VI]


    Indem wir für die Unterstützung, namentlich
auch Herrn Lehrer H. Cordt-Rantum für die
freundlichst übernommene Correktur des Werkes,
herzlich danken, hoffen wir, daß es allen Denen,
die sich dafür interessiren, eine willkommene Gabe
sein möge!

    Sylt, im Herbst 1896.

Verlag des Sylter Intelligenzblattes.
Fr. Roßberg

[VII]



Vorbemerkungen
über meine Rechtschreibung für die Mund-

arten der Nordfriesischen Sprache.

    Durch Buchstaben und Zusammensetzungen der-
selben lernt das Auge sehen, was das Ohr hört.
Sind nun für das Auge so viele, aber auch nicht
mehrere Buchstaben vorhanden, als erforderlich, um
jeden Laut einer Sprache zu unterscheiden: so kann
eine Rechtschreibung entstehen, welche das Recht in
sich hat, und, selbst von Schwachmatikern, in wenigen
Stunden erlernt werden kann.
    Müssen wir Ungelehrte die deutsche Rechtschreibung
zwar lassen, wie sie ist; so kann ich mich hier doch nicht
enthalten, einige Mängel derselben zu beleuchten, ehe
ich meine Rechtschreibnng für die Nordfriesischen Mund-
arten dem selbstdenkenden Publiko vorzulegen wage.
    Ich mache bei den Selbstlautern den Anfang.
    1) Das e soll oft wie ä lauten, z, B. Wer am
Vermögen schwer ist, der ist ein Herr, und wäre
er auch sonst ein Bär. Für das Ohr ist hier der
Laut von ä nicht nur in Bär, sondern auch in Wer,
schwer, Herr und er. Richtiger wäre also die
Rechtschreibung, wenn auch das Auge ä, statt e, vor
sich fände.
    2) Umgekehrt soll das ä oft lauten wie e, z. B.

[VIII]

VIII

Sey gesellig und gefällig, wende jedoch Mund
und Hände immer zum ehrlichen Frieden. Das
ä in gefällig und Hände lautet für das Ohr
ebeu so, wie das geschärfte oder kurze e in ge-
sellig und wende. Allein die Herren Sprach-
lehrer sagen: Richte dich nach der Abstammung;
folglich soll das Auge auch hier eine andere Figur
sehen, als das Ohr hört.
    3) Den langen oder gedehnten Laut eines Selbst-
lauters will man bald durch dessen Verdoppelung,
bald durch den Hauchlaut h, bald aber auch gar
nicht bezeichnet wissen, z. B· Jugend spare für die
Jahre der grauen Haare. Groß ist das Loos
und der Lohn des auf dem Thron sitzenden guten
Fürsten. Wo das gedehnte i von Rechtswegen nicht
ohne Dehnungszeichen zugelassen wird, da soll es
bald durch e, bald durch h und bald durch zwei
Dehnungszeichen bezeichnet werden, z. B. Glaubt
ihr mir, wir haben hier manches zweibeinige
Thier oder Vieh ohne Federn.
    4) Der auf einen kurzen oder geschärften Selbst-
lauter folgende Mitlauter soll bald zweimal, bald
aber nur einmal stehen, z. B. Wann kann man
an Gott mit Vergnügen denken?
    5) Nicht nur der Selbstlauter E, sondern auch
der Selbstl. A, hat in den mir bekannten Sprachen
einen tief- und einen flachgedehnten Laut, z. B.
(Dänisch:) Man har Hatte af Hare Haar. In

[IX]

IX


Man, Hatte und af hört man das geschärfte,
in har und Hare das flachgedehnte und in:
Haar das tiefgedehnte A. (Deutsch:) Mein
Vater hat asiatische Waare. Einige Deutsche
würden dem a in jedem Wort dieses Beispiels den
tiefged., andere den flachged. Laut geben, und
eine dritte Parthei würde in hat das tiefged.,
aber in Vater, Waare und vielleicht auch in
asiatische das flachged. a hören lassen. Wer
hier Recht habe, das sollten die Herren Rechtschrei-
bungs-Lehrer uns Layen kund und zu wissen thun.
(Silter:) Man gabe jens töögen en Baakaun!
    6) Das y, welches bald wie i und bald wie ü
lauten soll, hat doch jetzt von einigen Gelehrten aus
deutschen Schriften seinen Abschied erhalten; möchten
auch einige Mitlauter abgedankt werden! denn welche
Schwierigkeiten und welchen Wirrwarr machen uns
nicht die Zwei- und Drei-Gleichheiten einiger Mit-
lauter? Bald sollen g und ch, bald c, s und z,
bald ts und z, bald c und k, bald ch und k, bald
c oder s oder z und t, bald s und ß, bald ss und
ß für eine Silbe einen gleichen Laut bezeichnen, und
doch soll es noch immer eine Versündigung seyn,
wenn nicht gerade der Buchstabe gebraucht wird, den
ein orthographischer Modekrämer gebraucht wissen
will. Bald soll von dem dreieinigen Mitlauter f,
v und ph nur f, bald nur v und bald nur ph der
rechte seyn, und so auch von k und q, von x und ks.

[X]

X

    Wer Lust hat, wolle fich selbst eine Menge Bei-
spiele für den moderechten Gebrauch der hier an-
geführten Mitlauter denken; ich gehe nun mit Ver-
werfung der Buchstaben

c, ch, ph, q, ß, v, x, z und y —

zur Darstellung meiner Orthographie für die Mund-
arten der Nordfriesischen Sprache über, und schmeichle
mir im Voraus mit der Hoffnung, daß einige Selbst-
denker darin eine Rechtschreibung finden werden,
welche das Recht so ziemlich in sich hat.

Nicht zu wenig, nicht zu viel!

    Nach diesem Symbolum enthält mein vollständiges
Alphabet:
        1) Gedehnte Vokale, 9:

Ee ee, E' e', Aa aa, A' a', Oo oo, Oö öö,
Uu uu, Uü üü, J'i ii;

        2) Gedehnte Diphtonge:

a'u, e'u, e'i, aai, ooi, ööi, uui, üüi;

        3) Geschäfte Vokale, 7:

E e, A a, O o, Oe ö, U u, Ue ü, J i;

        4) Geschärfte Diphtonge:

ei, eu, ai, au, oi, öi, ui, üi, ua, uai, ej oder ;

        5) Consonanten, 15:

H h, K k, F f, L l, M m, N n, R r,

S s, B b, P p, W w, T t, D d, G g,

J j (heißt jee.)

[XI]

XI

Rotanden und Beispiele:


1) in Betreff der Vokale:

    In der ersten Ausgabe meines Geizhalses hatte
ich die Dän. Figuren Æ æ für das flachged. A a
und die Deutsch. Fig. Ae ä für das flachged. E e
gewählt; jetzt scheinen mir aber, statt Æ æ, besser
A' a', und statt Ae ä, besser E' e' gewählt zu
seyn; denn die Laute aa, a', a sind eben so von
einander unterschieden, wie die Laute ee, e', e; und
derselbe Unterschied gehört denn auch für das Auge
Statt zu finden.
    Vorstehendem Alphabet zufolge, schreibe ich also:
a. Dänisch:) Man ha'r Hatte as Ha're Haar, som
skal ve're meeget goode. b. Plattdeutsch:) Dat wa'rd,
um regt too liärren, jaa wol nig feel swe'r siin.
c. Silter:) Dit Wa'rel's Lek geid’ a'p en diäl! Em
ke'ndt a'rem Lidden, diär nü knap en Be'd haa, en
jen Tid ön Welstandt seet, en gurdt He'ren wiär.
    Von den gedehnten Figuren Aa, Ee, J'i, Oo,
Oö, Uu, Uü und aa, ee, ii, oo, öö, uu, üü denke
man sich die eine als Vokal und die andere als
Dehnungszeichen, d. h. man denke sich den zwei
Figuren nur einen einzigen, aber gedehnten Laut
beigelegt. (Mir scheint es gut zu seyn, wenn dem
a, b, c Schüler schon bedeutet würde, wie a e i
o u ö ü nicht 7, sondern 16 Vokale wären.)
   Mit Ausnahme der flachged. a' Und e' wird nun

[XII]

XII

der Vokal für jede Silbe, die einen gedehnten
Laut erfordert, verdoppelt, und bleibt einfach, wenn
eine Silbe geschärft lauten soll, z. B. a. Plattdeutsch :)
Fiif, sös, sööwen, agt un neegen maaken tohoop
een un dreefirtel Stiig unt. b. Silter:) Aa hiir
eed'er üüs Moodter höör Uurden! Wat wedt dü dö
mung sok Lid? c. Wyk auf Föhr:) Aa hiir eewter
üüs Mem he'r Uürde: Wat we'l dö düne mank sok
Föölk? —
    So wie also die Laute der gedehnten und die
der geschärften Vokale beim richtigen Lesen dieser
Beispiele gehört werden, grade so kann es auch nur
recht seyn, sie zu nennen, wenn man diese Beispiele
buchstabiren will, oder wenn die 16 Volale aa, a',
a, ee, e', e, ii, i, oo, o, uu, u, öö, ö, üü, ü, nicht
in Verbindung mit Consonanten stehen.
   Für Deutsche Hand- und Druckschriften haben der
große Selbstl. J. und der große Mitl. J. eine ganz
gleiche Figur. Diese Gleichheit können wir Nord-
friesen für den Mitl. und den geschärften Selbstl.
auch gerne beibehalten. Soll es aber der gedehnte
Selbstl. seyn: so können Fälle vorkommen, in denen
das Auge eines Unterscheidungszeichens bedarf, z. B.
Jit smakt dit J'it mi, d. h. Noch schmeckt das
Essen mir. In Jit haben wir den Mitl. und in
J'it den ged. Vokal; darum geben wir dem großen
deutschen ged. Vokal J'i eine Bezeichnung. Ge-
frorenes Wasser nennt der Däne J'is, und viele

[XIII]

XIII


Mannspersonen heißen Jis; dieses Jis erfordert
den Mitl. und jenes den ged. Selbstlauter.


2) in Betreff der Diphtonge:


    Wer nun die Laute der 16 Vokale alle weiß, und
sich bei jeder Silbe, die ihm aus der Feder fließen
soll, ganz nach der Aussprache richten will, der wird
in Hinsicht der Diphtonge auch selten fehlen können.
    Für Deutsche und Dän. Zungen sind nur die
Laute der Diphtonge ua, uai und ej oder äi etwas
schwieriger auszusprechen.
    Einige der schwierigsien Fälle des Rechtschreibens
werden in folgenden Beispielen vorkommen: a) En
Kualguard pleid’ em ek iip Bualkem tö haaen.
b) Diär wiär jens en ruadooget Heks, jü küd’
spuai ön Bödter. c) Di Skruad'er maaked
Kluad'er. Hi brükdt en Sjerren, man niin
Siärren, d. h. Der Schneider macht Kleider. Er
braucht eine Scheere, aber keinen Butterkarn. d) Too
en Koo seggen wii: Kois’, Kois’! too en Swiin:
Jüis’, Jüis’! too en Kat: Muis’, Muis'!
e) Di Kat segt Mjau, un fangt Müüis. f) De
Ejr/J'är hebben wil, de ejr/iär sik selw un Andre.
    Es möchte im Grunde wol einerlei seyn, ob die
Figuren für diesen letzten Diphtong Ej, ej oder J'ä,
sind. In der ersten Ausgabe meines Geizhalses
habe ich Ej, ej für die richtigsten gehalten. Ein paar
wichtige Beobachter wollten aber nachher wissen, daß

[XIV]

XIV

J'ä iä richtiger wäre. Da ich aber auch wichtige
Beobachter auf meiner Seite habe: so mögen die
Figuren Ej, ej für das, was im vorliegenden Buche
zum 2ten Mal gedruckt erscheint, beibehalten werden,
und für das Uebrige dieses Buches mögen die Fi-
guren J'ä, iä den Vorzug haben.


3) In Betreff der Consonanten:


    Wenn wir für jede Silbe, die nach der Aussprache
einen gedehnten Laut erfordert, ein Dehnungs-
zeichen haben: so ist es eine Selbstfolge, daß wir
für keine Silbe, die einen geschärften Laut ver-
langt, ein Schärfungszeichen durch Verdopplung des
auf den Vokal folgenden Consonanten bedürfen.
Nein, welcher Nordfriese für die Rechtschreibung
seiner Sprache das Symbolum: Nicht zu wenig,
aber auch nicht zu viel, beherzigt, der wird
weder in einsilbigen Wörtern, noch am Ende
eines mehrsilbigen Wortes einen Mitlauter ver-
doppeln; sondern nur in dem letztern unmittelbar
nach einem geschärften Selbstlauter: jedoch auch
da nicht öfter, als wenn eine Silbentrennnng zwischen
der Verdopplung Statt findet, die zugleich mehr der
Aussprache gemäß, als derselben zuwider ist.

    Das lange s habe ich aus zwei Ursachen ver-
worfen: a) weil sonst diejenigen Leser, welche nur
wenig von der Sprache verstehen, f und s ihrer
großen Aehnlichkeit wegen, oft mit einander ver-

[XV]

XV

wechseln würden; b) weil ich nicht einsehe, warum
die zwei Figuren S und s für diesen Mitlauter
nicht eben so gut hinlänglich seyn sollten, als nur
zwei Figuren für jeden anderen Mitlauter


4) in Betreff der Biegungen oder Umlaute
der Consonanten:


    Diese kommen in den mir bekannten Sprachen
häufig vor: jedoch immer nach dem Vokal, in keiner
Silbe vor demselben.
    Folgt in einem Worte der Mitl. t unmittelbar
auf einen anderen Mitl.: so ist dieser andere Mitl.
durchgängig einer Biegung unterworfen, und folgt
d, g oder k unmittelbar auf n: so behält dieser,
nemlich n, selten den reinen alphabetischen Laut,
z. B. a) Wer sich verständig lenken läßt (lesdt)
jung und munter (mundter) ist, der kömmt (kömdt)
in der Welt (Weldt) fort (fordt). b) Ein berühmter
(rüümdter) Hel'd erweckt (wekdt) Neid, und bleibt
(bleibdt) selten (seldten) lange so gewürdigt, als er
es verdient (diindt).
    Jeder aufmerksame Leser wird finden, daß die
hier größer gedruckten Buchstaben ihren reinen
alphabetischen Laut nicht behalten können, wenn
man nicht lispeln will.
    Die Biegungen, welche an n durch das unmittel-
bar folgende d, g oder k gleichsam erzeugt werden,
lassen wir auch in Schriften Nordfriesischer Mund-

[XVI]

XVI

arten unbezeichnet, denn d, g oder k giebt zugleich
das Zeichen an.
  Die Biegungen, welche b—f—g—k—l—m—n—
p—r—s—w gemeiniglich annehmen, wenn nach der
Deutschen Rechtschreibung, der Mitl. t unmittelbar
folgen soll, fallen weg, wenn dt, statt t gesetzt wird.
— Siehe die eingeklammerten Wörter der beiden
letzten Beispiele. [Dieses hatte ich noch nicht be-
          obachtet, da ich meinen Geizhals das
          erste Mal drucken ließ.]
  Auch setzen wir richtiger dt, statt t, so oft t nach
einem Vokal oder Diphtong eine Biegung verlangt.
  Die Mitl. b, l, n und s erfordern aber noch sonst
häufig eine ähnliche Biegung, und zwar am Ende
einer Silbe. Wo dieß der Fall ist, da setzen wir:
          d' - l' - n' - s'.
Diese vier bezeichneten Buchstaben und das zu-
fammengesetzte dt kommen z. B. in folgenden Sätzen
der Silter Sprache vor:
  a) Wat uudt wun'nerk ön di Wa·rel'! Wan weldt
wed'er beedter uud'! b) Som Söl'ring haa jit Frii-
wat ual' Gul' en Sölwer, ik wil' uk hol' en lidtet
haa. Jaa ik grow hol' en gurdt Hol, wank diärme
wat fin' küd'; man hat wiär wes'ser, datk nöndt
fuan', üs Oörd en Sön' en Stiin. c) Wat Jen
Jen' heed', dit pleid' uk tau Jen'nen tö haaen. d)
Mun' di Sen uk Sen' dö kjen? e) Wat est, diär
lidtet bringdt, en fuul stjunkdt? f) Som Lidden

[XVII]

XVII


sen wat oldti groodts. g) Min Faad'er en Moodter
wiär iäl'ler, üs ik en min Bröd'er. h) Bödter est
sadter en legdter, üs Weedter.
i) Som Lidden sen, üt lüdter Ofgönsdt, aldtet
bister; man dit helpdt jam nöndt.
  Viele Adverbien, die sich im Positiv auf t endigen,
verlangen im Comparativ dt, z. B. aaft, aafdter,
— egt, egdter, — slegt, slegdter, — legt, legdter,
— le·gt, le·gdter, — leet, leedter, — net, nedter,
— swet, swedter, — wit, widter, — wiit, wiidter,
— rogt, rogdter, — slogt, slogdter, 2c. 2c.
  Viele verlangen aber auch im Positiv, wie im
Comparativ, dt, z. B. lidt, gurdt, suurdt, rundt,
kandtig, 2c. 2c.
  Das bezeichnete d' erfordert immer einen Mittel-
laut zwischen d und r.
  Seit einigen Jahren läßt man hier in Keitum
am Ende vieler Silben das reine r, statt früher
das reine d hören, z. B. Som Lirren haa fuul
gur Reeden, statt früher: Som Lidden haa
fuul gud Reeden. Diese Abweichung von der
alten Silter Sprache und die, daß Eltern jetzt:
min Dre·ng en min Faamen [mein Knabe
und mein Mägdchen] sagen, statt früher: min
Seen en min Daagdter [mein Sohn und meine
Tochter] hätten nicht Statt finden sollen. Ich bin
für dieses Buch beim Alten geblieben.

[XVIII]

XVIII

        5) Wegen Trennung zweier Silben.
    Det Mitl. h kömmt nur als Anfangs-Buchstabe
in einer Silbe vor, auch sind h, sk, sl, sm, sn,
sp, sw, gemeiniglich Anfangs-Buchstaben; dt, ng
nk hingegen End-Buchstaben. Wenn das geschärfte
e in einem Worte unmittelbar auf einen andern
kleinen Selbstl. folgt, z. B. auf aa, a·, a, ii, i,
oo u. oder auf einen Diphtong: so ist e Anfangs-
Buchstabe zur folgenden Silbe. Alle übrigen SElbstl.,
die in einem Worte unmittelbar auf einander folgen,
und also keinen Mitl. zwischen sich haben, gehören
auch zu einer Silbe, z. B. aa, ee, ii u., ai, aai,
ei, oi, ooi u., au, ua, uai; in einzelnen entgegen-
gesetzten Fällen setzen wir [-] Trennungs-Zeichen.
Wo zwei Mitl. Eines Namens bei einander stehen,
da gehört immer der erste zur vorhergehenden, und
der zweite zur folgenden Silbe. Die Silben di,
gi, tö nehmen selten mehrere Buchstaben zu sich.
Ein Mitl. zwischen zwei Selbstl. gehört gemeiniglich
zur folgenden Silbe, wenn der voranstehende Selbstl.
gedehnt ist.


Versuch einer Gerechtfertigung des
Generaltitels.


    Die Worte: “Nahrung für Leselust”, sagen
nichts weiter, als daß es auch hier für Liebhaber
des Lesens etwas zu lesen gebe. Diese Worte
werden also keiner Rechtfertigung bedürfen.
    Aber über die Worte “in Nordfriesischer

[XIX]

XIX

Sprache" — ich sage nicht: in der Nordfr.
Spr., glaube ich dem geehrten Publiko den Versuch
einer Rechtfertigung, wie nun folgt, schuldig zu sein.
    Die alte Nordfr. Sprache wird sich freilich nirgends
mehr rein und lauter erhalten haben; indessen halten
wir Silter es dafür, daß unsere Sprache weniger
Abweichung von der alten Nordfr. Sprache gelitten
habe, als jede andere Mundart derselben, und wir
folgern unser Dafürhalten aus folgenden beobachtungen.
    a) Von allen Mundarten der gedachten alten
Sprache sind die Silter und Helgoländer einander
am ähnlichsten geblieben.
    b) Vor der großen Ueberschwemmung, wovon
alte Chronika melden, gränzten alle Nordfr. Inseln,
wozu auch helgoland gehört, ganz nahe aneinander
und mithin an das Nordfr. feste Land. Damals
wird also die Sprache in ganz Nordfriesland sich
beinahe gleich gewesen seyn.
    c) Da aber nachher die Inseln kleiner wurden,
und also weiter auseinander kamen: so wurde
Helgland und Silt mehr isoliert von dem festen
Lande, als die übrigen Inseln. Diese werden denn
auch, so wie das Nordfriesische des festen landes,
durch frühere und mehrere Einwanderungen von
Völkern mit andern Sprachen, früher und mehr
aus andern Sprachen angenommen haben, als Silt
und Helgoland.
d) Der sogenannte Dual — d. h. zwei Personen

[XX]

XX

durch ein anderes Fürwort angeredet, als drei und
mehrere Personen — aus der alten Nordfr. Sprache,
hat sich völliger auf Silt erhalten, als auf Föhr
und in den Gegenden des festen Landes, wo Nordfr.
Mundarten gesprochen werden. Doch damit die
Föhringer, Wiedingharder u. diese meine Aussage
beurtheilen können, ob sie richtig oder falsch ist: so
will ich die Singulare, Duale und Plurale mehrerer
Fürwörter hier aufstellen:
    Sing., Nom. ik — dü — hi, jü, hat,
    — G. D. A. mi — di — höm, höor, höm.
    Dual, Nom. wat — at — jat,
    — G. D. A. unk — junk — jam.
    Plural, Nom. wü — i — ja,
    — G. D. A. üüs — juu — jam.


Beispiele:


1) Wat wel unk di önnem, d.h. Wir beiden
    wollen uns deiner annehmen.
2) At mut mi help, d. h. Ihr beiden müßt
    mir helfen.
3) wel üüsJuu hual', d. h. Wir (3
    oder Mehrere) wollen uns zu Ihnen oder
    Euch (1, 3 oder Mehrere, aber nicht 2) halten.
4) Jat sörgi fuar höm en höör, d. h. Die
    beiden sorgen für ihn und sie.
5) Ja skel me junk lewwi, d. h. Sie (3 oder u.)
    sollen mit euch beiden leben.
6) I haa Juu ön nöndt tö kiiren, d. h. Ihr habt
 

[XXI]

XXI


    Euch oder Sie haben Sich (1, 3 oder Mehrere)
    an nichts zu kehren.
    Durch diese Beispiele wird zugleich bewiesen, daß
die Genitive, Dat. und Accus. gleich sind.

  Dual) Wat wel junk ed'er wat dö, d. h. Wir
           beide wollen Euch beiden etwas geben.
Plural) wel juu ark wat dö, d. h. Wir
           wollen Euch jeder oder jede (1, 3
           oder u.) etwas geben.
  Dual) Wed'er Faamen es deilker? d. h. Welches
           der beiden Mädchen ist schöner?
Plural) Welk es di deilkst? d. h. Welche (von
           3 oder u.) ist die Schönste? —


————


[XXII]

[001]



Di Gidtshals

of

di Söl'ring Pid'ersdei.

—♦——↔——♦—

Dit tre·d Mol ön Drük iiwen.


[002]



Di gurdt Söl'ring Pid'ersdei
maaked wüllem Fuulerlei.


[003]


Schutzworte
für die
erste Ausgabe dieser Comödie, nebst Randglossen
von meinem Schwager Christoffer.



Hier, meine geehrten Miteinwohner
auf dieser Insel — fragt nun so bald
nicht mehr om wat Niis — hier giebt
es zum erstenmal ein gedrucktes Wesen,
welches bloß für den Silter Boden
passt. 1) Dieses Wesen mag nun ge-
fallen oder nicht; so sagt man ja:
“Hat es nö jenmol kjemmen,” und
muß also auch, so gut ihm der
Schnabel gewachsen ist, seine Rolle
mitmachen. 2) Daß es mir weder
Ehre noch brod ins Haus bringen
wird, und freilich auch von keiner
Seite betrachtet als etwas Großes
sich zeigen kann, das habe ich längst
eingesehen. 3) Indessen ist es nach
meiner Ueberzeugung doch so ge-
rathen, dat ik mi ek fuarnem, hier
zuvörderst mit einer Reihe kriechender
Bücklinge aufzuwarten. 4) Nein, ich
darf sagen: Mein Gewissen beißt mich
nicht! Was ich geschrieben habe, das
habe ich zur Lehre und Warnung ge-

1) Wat wedt Dü nü fan Manning en Brems fo!

2) Heedt en Snaabel, da est dag nog di Kreek-Snaabel.

3) Dit wek er wes Muarren iinse.

4) Dejr wilk di dag tö reed; weest:
“Will ich hindurch, ich muß mich bükken.”

[004]

schrieben; sogar die schändlichen Flüche
des Welhelm Sörrens en di enkelt
grööwer Slags Uurder des Sohnes
von meinem Geizhalse mitgerechnet. 5)
    Mögen also die hier vorkommen-
den sämmtlichen Auftritte, ihrer Be-
stimmung nach, ein Spiegel seyn,
worin meine werthen leser und Leser-
innen das Reine, was sie an sich
haben, gewahr werden, 6) und dann
auch rein zu behalten suchen; dagegen
das Unreine und das Lächerliche ek
sa fuul üp Ueddern hendüüdi, als
sich bemühen, ihr eigenes Ich davon
zu reinigen: 7) so will ich gern auf
allen zeitlichen gewinn für diese Ar-
beit Verzicht thun, 8) und mir mit
der Hoffnung schmeicheln, daß der,
der das geringste Gute nicht unbe-
lohnet läßt, auch einst mir für diese
Comödie ein Schärflein faan di beedter
Slag werde zu Theil werden lassen. 9)

5) Ja, man dit liiw di Mensten.

6) Haa dejr man niin Sörig fuar.

7) Ja dit wejr frii wat Ued'ers.

8) Wandt dag ek üd'ers uud' kjen.

9) Da heest en stark[tsark] Gloow Swaager.

Westerland auf Silt, den 24. Jan. 1809.
                             J. P. Hansen

[005]


Die Darsteller des

“Di Gidtshals of di Söl'ring Pid'ersdei”

im Jahre 1896.

[006]

[007]


Di jest A·ptog

- - - -

Fan en I'irön'nerm Klok huallew 9
tö - - - Klok 11.

-♦--♦--♦-

[008]

      Oen des A·ptog kum fuar:
1. Pid'er Madtsen, en rik Buur, en en ual'
    Gidtshals.
2. Gon'nel, Pid'ers Wüf, en gudaardig Mensk.
3. Korneelis, jaar Seen, en Grappenmaaker.
4. Ellen, jaar Daagdter, en jung Faamen üt di
    boowerst Sgüüw-Laad.
5. Je·ns Kuk, me sin Korrew.
6. Ejrkel' Senken, en Wüf dejr sallew hungerdt,
    om höör Jungen tö Forswen'dung tö helpen.
7. Kristjan Moggels, en jung Dre·ng, dejr
    temmelk niisgirrig es.
8. En lidt Dre·ng, me en Pid'ersdei-Breew.
9. En lidt Dre·ng, me en Küpper-Breew.

[009]


Di jest A·ptreed

1. Pid'er Madtsen en Gon'nel.

  Gon'nel nemdt Kniiwer en Teekoppen fan
Staal.
  Pid'er kumdt uan fan Kööken, en seid':
En Jöl' ön Kaglaun üs en Biiken, en trii Stekken
Meet emsk önwuk; bit geid' jir man: Hur so wüt
a·p? Hur so wüt a·p?
  G. Naaneemin'nen Faad'er, omdt man a·p en
of tö foen, bit heed' nimmer min Aurslag wessen,
sa heedt ek. Dü skedt man aldtit wat üüp mi tö
sigin haa, sa skedt; da es dit oldtifuul, en da es
dat oldtifuul. Sagt. Wat haa dit Wüffendt dag
gud, dejr jaar Maan'er ek aldtet Ittüüs haa tördt;
da·nen kjen dag sallew Reed en Aurslag maaki, sa
kjens, en tördt ek gibüürigan tö dit Groldtin hiir,
sa tördts ek. *)
  P. Mood'er sii man nöndt öntöögen. Hed ik
ek spaarsaamer Naatüür en beedter Fuarsörrig üs
Dü, da hed wü al nogwed'er Hingster of Kin muar
hed, en nogwed'er Lön' of Gud muar beseeten.
  G. Hei! hei! nü matst uk me di gurdt Maat;
Sagt. dit es lung ek di Kuuren-Maat, sa est ek.

  *) Diese sonderbare Verstärkungsart der Aussagen wird
früher allgemein auf Silt gewesen seyn.

[010] — 10 —

P. Naan et me di gurdt Maar. Hat wejr ön des Tid ek oldtifuul, dar em ark Saagsling, dejr em iinböörd, fuar höm sallew ön en Popiirt’i leid, da maaker ein war mnar Omtaagt, jer er wed«er ür dön waad’; for sa üsr nü ön di Wa«rel’ nd’, da kjen em et rö gud iip dir ten) Jil’ hnal’. G. Jk bring Di nöndr tönöndt Faad·er, dir kjensr ek sii, so kjenst et. Knapheid es gnd en uk nöödig, jaa est so, dir meet it uk nog dar et es; man so me dir Jil’tö wöölkin, dir weit dag war rikkelk, sa wejrr. Uiis Faad'er s·eeliger seid sa aafr tö üüs: ,,Jungen, wiis reedig en nöggen, man ek ka«rig, sa wiis ek,« seid er; ,,dö me en riin Giweeten jun liest ön di Wa«rel’,« seid er, ,,man dö lewwer jun sallew rökordt üs en iid«er; en fnaral nem na·rgen nöndr, war jun ek bi kumdr,« seid er; ,,fuar em seid’ dir Wa«rel«s-Gud et me, wan ern störrefr, sa de«d« em ek,« seid er. Piel«er Si-old höm ön, i-·iüs dar« dir sna«k »hö;n rogt to Hm-di; geiel’, en bigendt di Hun’nen tö fua.l«— ligin. ,,Di miisten, dejr so einbaatig en ka«rig sen,« seid er (jaa hat kumdt mi fuar, üs« datker jir iit sin ein Müd’ hiir) ,,da«nen haa er, wandr war waared, ek faul fan, üd«ers Haar en Niir san iid«er Lidden, sa haas ek,« seid er, ,,en fos jam at fest war röhop fkraapet,« seid er, ,,da es er dag niin Seegen bi, sa es er ek, en da geidr jam iipleesr, alküs wan en Heu di Eis ütwarpt, of alküs di Kur, dejr- - - [011] — 11 — ...11-. Pid«er ha«ldt; höör di Hun’ fna.r M1«j(I«, en se-id«: Aas stop, stop, stop, Mood«ert stel man san di Kat! J! sen al san di Uetlegging en san dit Ejsütwarpen Ia röörd uud«en, dat, kam er jit muar Gliknissen tö, da senk bang, dat alles bigendt fuar nii trin«om tö laapen. Hi st«eld höm tin, its dat; er ön di.ip Taagt-en staa«nd.t«. Wut haa is dag forkiird wessen! Hur sen ik sa uud«en? En wat heed’ jun Faad«er en wis Man wessen! sagt. Jk meend aldtet, bat höm di Starkheid iit Hals ha«remdt, wan er«Desjaaring fan Malleenens kann, en da heed’ dir di Wisheid wessen. Gurd.t-em. Hur man« di nii Tau-Ske«ps-Pöös es? G. Wut wedt dejr me? P. Dejr we! ik al niin Jil’ ön dö, en da jun! en Ellen fuar di Uetlaagen reed let. Wü wel en man set üp Baanksjen’, da est neigt bi Hun’, wan er war wiis steh · G. dejr nog we-zeig, da.t; alles skemp es. Au lukki dagl Mun’ er da Mejreneed«er uk niin Weedter muar üp We«stersid es? Naan, Faad·er, di Bikii- ring es oldt·i gurdt, s-a gudskeks heest ek nööd«ig tö wiisen, Ia heest et; wan din Groldtin en Ka«rig- heid man en lid«tet ofnem ulaat. . P.· Jaa, Mood«er, jaa sa est be·st. Ellen jü meet faul beedter, hurdt eed«er di Moodi, en Dü, hurdt me en ragt Giweeten önwe«nd uud’ kjen. Sjogst Dü, wan Corneeli-Z nü aur tü Hamborg Z [012] — 12 — —12.- fordt, do -dö at höm Jil’ me, dot hi iiüs en Text! Brün-Sokker, en en Tenk Koffibuonnen - - - G. Of en Tenk Hingst-Buaunen. P. En en Tenk Risgrot, en en Tenk P-lummen. G. Joo wes, ol di Tenkfollen. P. En en Rolli Netteldok, en en Rolli Koomer- dok, en so wat san ork Slog tüs stjüürd. En wart dit da forbrükt es, da let wü muor bring. G. Joo dit es niin Wun«ner. P. J! hööpi, so skel wü me dit Jil’ nog Jour- lung iit knm. G. An meenst dog! Sagt. Man nü" wel ik Di doolkenst üp üd«er Uurden bring, so welk. P. En da en üd«er Joor forkoopi wü di Kreidter, en se·t dit Lön’ öu Puon’. G. Joo Food«er, ol wat Di man tinkdt. Jst nemdi- en ual’ Sköi«-i-el ön Hun’, fis date dejr me fuurdt"« gnug wel, en seid’ sagt: Wan wü nü dog so bigen we! tö lewwin, da es dit uol’ Fot üüs ük et lc·nger meins nog, so est ek. Leb et iit Hun’ fa.al, en seid’ gurdi-em: UUha dog, wat ko·m ik de-jr tö! P. Sisoo1 tjü1 tjü! tjü! Dejr liid’ dit nü ol wed«er. Dü best dog nöndt muor bi1ruud. G. Jk küdt ek help Faod«er, wonk uk üpsteid störten) skul’, so küdk ek! P. War ek help, wat ek help! Dejr est do wel me! [013] — 13 — ..13... G. Jk meend, Dü wejrst nü es le«nger Zu, Faud«er. Jst ne-m bji(I«en di St-ekken a-«p. Pid«er passe(I t-öhop, en Seid’: En da seist nog, Dü bringst mi nöndt tönöndt! Dir wejr for- leeden Juur en Pot, dejr mi trii Suugsling kostet hed, en nü wed«er dit Fud, tjü! tjü! tjü — -3ujen fok ön des Tid wel knup fuar en Döödten wed«er. G. Au Faad«er, det Fut heed’ Di dag jaa nöndt kostet, -Zu heedt ek. Hat es jaa jit dit ual’ spletten Fut, dejr jen-Z ön«ner en Dis! fnunst. P. Sau, da heedt niin Nuud, wundt man nöndt kostet heed’, su snukke ulIi Tönöndtbringers. G. sagt. Wut fing ik höm dejr bul’ tö wut üd«er Saat bruagt! P. Gang nü da üt ön«ner en Dik, en fin’ jen wed«er. Ei Lii(i’ di St(-)kken üp St;aa«1, en passed wed«er tö hop: tjü! tjü! tjü! en dit jit ön Ia manning Stekken, dat et uk et wed«er töhop sii kjen. G. sagt. Herk et nk dag jit man hiil bliiw letten, nü de«d er des hiili Pid«ersdei dag nöndt, üd«ers kiiwed en kemmerdt uur dir Fat, -Zu de·d er ek. P. Wut prödtest Dü nü fuur Di sallew, om dat ik ek sa knup hist kjen, da bis-kempest mi jit we! tö, Dü Tönöndtbringrr? Wunk ragt dör, da - - G. Nuun, Faud«er, ik kiiwi üp mi sulIew, dat ik dit Fat Zu klukluas faul let. Hut de«d’ Mk Zu liid’, dat min hiili Leewendt sjillewd, Zu de«dt. ZU


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[189]



Di lekkelk Stjüürman.

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En Fortelling fan höm sallew.



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[190]



Eed'er Riin fölligt Senskiin.



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[263]



Hok Leedt'is

en

wat lidt' Tjüg muar.


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